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Nimmt
das Kind trotzdem ordentlich an Gewicht zu und bestehen keine weiteren
Krankheitssymptome, so muss diese beängstigende Erscheinung
keine krankhafte Ursache haben. Der Säugling nimmt nämlich
im Verhältnis zu seiner Körpergröße eine erstaunliche
Menge an Nahrung zu sich.
Bei Säuglingen, die mit Kunstmilch ernährt werden, werden
Magen und Darm des Kindes durch den Schaum belastet, der beim Anmachen,
aber auch beim Schlucken und im Verdauungstrakt selbst entsteht.
Die
Schaumbildung bläht dann zusätzlich den Bauch auf. Mit
harmlosen Mitteln wie Lefax R , die die Schaumbildung bremsen, kann
man solche Beschwerden erheblich erleichtern. Diese Mittel werden
vom Körper nicht aufgenommen, sondern werden unverändert
wieder ausgeschieden. Diese Mittel muss man direkt in die Flasche
geben und soviel davon, dass beim Schütteln der Flasche sich
auf der Milch kaum mehr Schaum bildet. Manchmal liegt das Problem
aber auch in einer Unverträglichkeit der Kunstmilch, die auf
Kuhmilchbasis hergestellt ist. Hier kann die vorübergehende
Gabe einer Soja-Säuglingsnahrung Hilfe bringen.
Andere
Ursachen haben Blähungen meist beim vollgestillten Säugling.
Gewürzte Speisen z.B. auch reichlicher Knoblauchgenuß
der Mutter können die Muttermilch geschmacklich verändern,
so dass das Baby vorübergehend die Brust verweigert. Man weiß,
dass neben Hülsenfrüchten und Kohl vor allem Kuhmilcheiweiß,
das die Mutter zu sich nimmt, beim gestillten Baby starke Blähungen
hervorrufen kann. Es gibt nur eine Möglichkeit, dies zu verhindern:
die stillende Mutter muss gänzlich auf Kuhmilchprodukte verzichten.
Doch keine Angst, auch ohen Kuhmilch lässt sich gut stillen.
Man darf sonst alles essen, wonach es einem zumute ist: Eier, Fleisch,
Ziegen- und Schafskäse, Sojaprodukte. Dadurch wird der Eiweißbedarf
genügend gedeckt.
Die
Situation ändert sich in der Regel auch spätestens ab
dem Alter von 3 spätesten 4 Lebensmonaten. Dann reagiert der
Säugling kaum noch auf Kuhmilchprodukte, die die Mutter zu
sich nimmt. Zuvor allerdings, wenn der Versuch gezeigt hat, dass
der gestillte Säugling auf Kuhmilchprodukte, die die Mutter
isst, schlecht reagiert, sollte die Mutter aber wirklich auf alles,
was mit Kuhmilch zu tun hat, verzichten, also auch auf Schokolade,
Käse, Quark, ja sogar auf die Milch im Kaffee.
Auch
eine Verstopfung kann natürlich zu Bauchweh führen!
Wann
ist der Arzt zu befragen?
Hat
der Säugling bei Bauchschmerzen Fieber, erbricht er und/oder
hat er Durchfall, kann es sich um viele verschiedene, auch ernste
Erkrankungen handeln. Hier braucht man sofort den Arzt.
Darüberhinaus muss der Arzt spätestens dann, wenn all
das, was oben beschrieben wurde, keine Hilfe gebracht hat, nach
weiteren möglichen Ursachen suchen, die im Bereich der Speiseröhre,
des Magens, Darms oder der Harnwege liegen können und dann
einer speziellen weiteren Behandlung bedürfen.
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