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ab
4. Lebensmonat (3 Monate alt):
4-5 Mahlzeiten, davon 3-4 mit Muttermilch oder adaptierten Milchen.
Mit Beginn dieses Monats Gewöhnung an Karotten mit dem Löffelchen
vor der Mittagsmahlzeit. Menge zügig steigernd. Am Ende dieses
Monats soll eine Milchmahlzeit durch eine Karotten - Kartoffel-
Mahlzeit ersetzt sein. (Rezept: 100 g gekochte Karotten, 50 g gekochte
Kartoffeln und 5-10 g Butter, o h n e Salz vermengt.) Kommen in
der engeren Familie Allergien oder Ekzeme vor, empfehlen sich statt
Karotten die weniger allergieverursachenden Gemüse Brokkoli
oder Zucchini.
Nachspeise: Obstmus (geschl. Banane, geriebener Apfel, bei Allergiegefährdung
besser Birne).
ab
6. Lebensmonat (5 Monate alt):
2 Milchnahrungsmahlzeiten wie oben. Dazu eine Mahlzeit: 200
g Karotten - Kartoffeln wie oben und eine Mahlzeit: 150-200
g Vollmilchbrei. Dazu Obstsaft und Obstmus. |
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ab
7. Lebensmonat (6 Monate alt):
1.Mahlzeit:
200-250 g Folgemilch als Flasche ( wegen Eisenanreicherung, Eiweißanpassung,
Vitaminanreicherung und den essentiellen Fettsäuren ist sie
pasteurisierter Frischmilch (Nicht kochen!) oder notfalls H- Milch
mit 3,5% Fett vorzuziehen).
2.Mahlzeit:
200-250 g Gemüse - Kartoffelbrei. Dazu 3 x wöchentlich
2-3 Teelöffel passiertes Fleisch. An 1-2 fleischfreien Tagen
1 gekochtes Eigelb in die Gemüsemahlzeit verdrückt unterrühren!
3.Mahlzeit:
200-250 g Getreideflocken - Obstbrei ohne Milch mit 5-10 g Butter
(Vollkornflocken, Graubrot oder gelegentlich Zwieback in heißem
Wasser einweichen, abtropfen lassen, Butter zugeben, mit geriebenem
Apfel, Banane u. s. w. verrühren, mit Zucker und Zitronensaft
abschmecken). Den zu eiweißreichen Quarkobstbrei nicht, oder
nur selten geben!
4. Mahlzeit:
200-250 g Vollmilchbrei mit Fruchtsaft. Im Sommer und bei Fieber
zusätzlich keine Milch, sondern Tee anbieten!
ab
10. Lebensmonat ( 9 Monate alt) :
Schrittweise Übergang zur Ernährung des Kleinkindes. Jetzt
kann aus dem Becher getrunken u. gelöffelt werden. Schrittweise
Annäherung an die Essgewohnheiten der Familie.
Wenn jetzt auch die für die Mutter bequemen Flaschenmahlzeiten
zu lange und zu häufig beibehalten werden, entsteht die Gefahr
der qualitativen Unterernährung genauso wie der Kau- und Schluckfaulheit.
Im ersten Lebensjahr geben wir den Kindern k e i n e n Honig! Auf
Fisch, Nüsse, Soja und tropische Früchte noch verzichten!
Allgemeine
Richtlinien zur Säuglingsernährung
Diese
Vorschläge zur Säuglingsernährung können in
gewissen Grenzen den individuellen Bedürfnissen des Kindes
angepaßt werden.
Das von der Industrie angebotene Sortiment von Milch- und Beikostnahrungen
und die entsprechenden vielfältigen Ernährungspläne
können nicht kritiklos übernommen werden.
Das Stillen der Mutter ist die natürlichste Ernährungsform
für den Säugling im ersten Lebenshalbjahr. Wenn die Mutter
ihr Kind nicht stillen kann oder will, sollten vorzugsweise Milcharten
verwendet werden, die der Mutter-milch ähnlich gemacht worden
sind. ("Adaptierte", nur in Ausnahmefällen "teiladaptierte"
Milchen.)
Die Dick- oder Dünnflüssigkeit einer Säuglingsnahrung
sagt nichts über Nährwert der Milch aus. Es sollte deshalb
die Zubereitungsvorschrift der Herstellerfirma genau beachtet werden,
weitere Zusätze zur Milch sind unnötig.
Vitamin
und Mineralbedarf
Durch
die Obst-, Gemüsesäfte und Breie erhält das Kind
genügend Vitamin A und C. Vitamin D muß jedem Säugling
2 Jahre lang täglich zugeführt werden. Kalk erhält
das Kind genügend aus der Milch.
Zur Verhütung von Karies ( Zahnfäule) sollte jeder Säugling
ab 6 Monate täglich 1/4mg Fluor bekommen. Bei familiärer
Anlage zur Kropfbildung empfiehlt sich eine vorsorgliche Gabe von
Jod.
Wöchentliche
Gewichtszunahme:
1.
Vierteljahr: 150 - 200g 2. Vierteljahr: 130 - 170g
3. Vierteljahr: 100 - 120g 4. Vierteljahr: 80 - 90g
Der
Säugling sollte:
Im
1. Vierteljahr täglich 1/6 des Körpergewichts in Gramm
Flüssigkeit trinken.
Im
2. Vierteljahr täglich 1/7 des Körpergewichts in Gramm
Flüssigkeit trinken.
Im
3. und 4. Vierteljahr täglich 1/8 des Körpergewichts in
Gramm Nahrung zu sich nehmen.
800g
Milch sollten am Tag nicht überschritten werden. An heißen
Tagen oder bei Fieber kann zusätzlich Tee gegeben werden.
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