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Eine
Vorbeugung gegen Zahnfäule und Zahn- und Kiefererkrankungen gewährleisten
Sie am besten durch folgende Maßnahmen:
selten
Süßes und Klebriges bei ausgewogener Ernährung
vernünftige
Zahnpflege
kontinuierliche,
dem Alter entsprechende Fluorgabe
Abbau
krankhafter Lutsch- und Trinkgewohnheiten
(->
Daumenlutschen)
später
halbjährliche Kontrolluntersuchungen beim Zahnarzt
Thema Zucker
Sorgen Sie dafür, daß die Nahrung selten Zucker und Honig
enthält. Die Aufschrift z.B. "40% weniger Zucker"
ist leider irreführend, da ein solches Getränk genauso
schädlich für die Zähne bleibt. Denn es kommt nicht
auf die Menge Zucker an, die im Getränk enthalten ist, sondern
auf die Häufigkeit, wie oft Zucker angeboten wird. Gewöhnen
Sie Ihr Baby nicht zu früh an Süßes! Kein Dauernuckeln
an Flaschen mit süßem Tee oder Fruchtsäften! Lassen
Sie Ihr Baby ungesüßtes, kohlesäurearmes Mineralwasser
trinken, was den Durst weit besser löscht als ein gesüßtes
Getränk und dadurch nicht zum Bedürfnis nach dauerndem
Nuckeln zusätzlich anregt.
Dauernuckeln ist auch für die Kieferentwicklung nicht günstig.
Tee ist nur dann wenig schädlich, wenn ausdrücklich "zahnschonend"
auf dem Etikett steht, da dann kein kariesfördernder Zucker
darin enthalten ist. Die Aufschrift "zuckerfrei" ist leider
ebenfalls sehr irreführend, sie bedeutet nämlich lediglich,
daß kein Kochzucker (=Saccharose) zugesetzt ist. Ein solcher
Tee enthält jedoch fast immer andere Zucker, die das Bakterienwachstum
und damit die Kariesentstehung genauso fördern wie Kochzucker.
Wählen Sie eine adaptierte Babymilch, die kaum süß
ist. Süßes ist vor allem abends und nachts sehr schlecht,
da nachts so gut wie kein Speichel fließt, der sonst reinigend
wirkt.
Zahnreinigung
Beginnen Sie, sobald die ersten Zähnchen da sind, täglich
abends mit der Reinigung. Dies können Sie zunächst ohne
Zahnpasta machen, wobei Sie am besten eine kleine, kurze Bürste
verwenden.
Fluor
Wenn man täglich seinem Kind eine geringe Dosis an Fluoriden
(Fluoretten, Zymafluor) verabreicht, wird der Zahnschmelz widerstandsfähiger
gegen die kariesverursachenden Bakterien. Fluoride braucht der Mensch
unbedingt auch für den Knochenaufbau. Ohne Fluor gäbe
es keinen aufgerichteten Körper. Fluor benötigen wir also,
um leben zu können. In altersgerechter Dosierung gilt es als
völlig unschädlich.
Sorgen Sie also spätestens dann, wenn die ersten Zähnchen
durchgebrochen sind, für eine ausreichende Fluorversorgung
Ihres Kindes!
Bedenken Sie aber, daß in manchen Gegenden das Wasser bereits
fluorhaltig ist (Fluor kann von Natur aus im Wasser enthalten oder
auch zugesetzt sein). Beraten Sie sich daher mit Ihrem Arzt oder
Zahnarzt.
Hygiene
Lutschen Sie niemals selbst den Schnuller Ihres Kindes ab, um ihn
so vermeintlich zu reinigen. Sie könnten Ihr Kind mit "Kariesbakterien"
infizieren. Karies ist auch ansteckend. Reiben Sie den Schnuller
lieber ab, wenn er auf den Boden gefallen ist, oder spülen
Sie ihn ab.
Kieferanomalien und Zahnstellungsfehler
Zu häufig sind bei Kindern heute kieferorthopädische Maßnahmen
notwendig. In vielen Fällen sind neben einer erblichen Veranlagung
falsche Lutschgewohnheiten mit dafür verantwortlich. Sorgen
Sie dafür, dass das Kind den kiefergeformten Schnuller keinesfalls
falsch herum benützt.
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