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Was
sind die Ursachen?
Nur
sehr selten handelt es sich um eine organisch bedingte Störung.
Meist besteht ein Missverhältnis zwischen der Nahrungsmenge,
die das Kind eigentlich benötigt, und dem viel zu hohen Nahrungsangebot.
Familiäre Ernährungsgewohnheiten (oft ist auch der Hund
zu dick), Veranlagung, aber auch psychische Probleme können
zu Dicksein beitragen. Essen ist nicht gesund an sich. Mit der Nahrung
nehmen wir auch immer die darin vorhandenen Schadstoffe auf, mit
denen unser Körper fertig werden muss.
Was
ist zu tun?
Dicke
Kinder haben mehr Probleme als schlanke.
So sind dicke Kinder krankheitsanfälliger als schlanke.
Dicke
Kinder werden in der Beziehung zu anderen Kindern durch ihr Dicksein
zum Außenseiter. Diese Außenseitersituation führt
oft zu einer besonderern Anhänglichkeit gegenüber den
"verstehenden" Eltern und Großeltern. Manche Eltern
benutzen unbewußt die Schwäche ihres dickeren Kindes
und versuchen, es durch ein hohes Nahrungsangebot besonders an sich
zu binden. Dahinter steckt unbewußt der Wunsch, den langsamen,
natürlichen Lösungsprozeß vom Elternhaus zu verhindern.
Das macht den Erfolg einer Behandlung sehr schwierig. Der Wille,
abnehmen zu wollen, muss vorhanden sein, sonst kann ein zunächst
eintretender Erfolg niemals von Dauer sein.
Günstig
ist, wenn ein Gewichtsverlust auch anderen Familienmitgliedern gut
tut, so dass gemeinsam langsam und konsequent ein Kilo nach dem
anderen abtrainiert werden kann.
Gemeinsam mit dem Arzt wird nun ein Therapiekonzept entwickelt.
Dabei wird zunächst ein Nahrungsprotokoll erstellt. Dabei wird
alles, was gegessen und getrunken wird, ehrlich, pünktlich
und möglichst mit Gewichtsangabe protokolliert. Danach bespricht
man mit dem Arzt, der aufzeigt, was man an der Nahrungsaufnahme
ändern kann, ohne hungern zu müssen. Vielfach ist man
sich nicht darüber im Klaren, was Kalorienträger sind.
Solch grundsätzliche Überlegungen zur Änderung eingefahrener
Essgewohnheiten sind wichtiger als Kalorientabellen, nach denen
sich zu richten meistens frustrierend ist.
Tägliches
morgendliches Wiegen ist eine wichtige Selbstkontrolle
Bewährt
haben sich auch Gruppen, in denen Kinder gemeinsam mit anderen abnehmen
können. Kuren bringen häufig keinen dauerhaften Erfolg,
weil die Familie zu wenig ins Programm einbezogen ist. Eltern können
einiges tun, um ihrem Kind das "Abspecken" zu erleichtern:
Überzeugen
Sie Ihr Kind, dass es besser ist, langsam zu essen und gründlich
zu kauen. Nehmen Sie sich selbst zum Essen genügend Zeit und
Muße. Dicke Menschen schlingen meist und essen dadurch über
das erst später einsetzende Sättigungsgefühl hinaus.
Trainingsprogramm: jeden Bissen fünfzehnmal kauen, dann erst
schlucken.
Fünf
kleine Mahlzeiten täglich, damit kein zu starkes Hungergefühl
aufkommt.
Süßigkeiten
- und ganz ohne ist eine Illusion - nur im Anschluss an eine normale
Mahlzeit (Nachtisch). Selten und wenig Cremiges oder Schokolade.
Lieber reinen Zucker wie Marmelade oder Gummibärchen als Dessert.
Auf jeden Fall nichts Süßes für "den kleinen
Hunger zwischendurch". Denn durch die Aktivierung von Insulin
folgt sonst nach nur kurzem Sättigungsgefühl umso schneller
das nächste Hungergefühl. Bei Süßem nach der
Hauptmahlzeit geht diese erwähnte ungünstige Stoffwechselwirkung
im Verdauungsprozeß der Hauptmahlzeit unter, sie kommt also
nicht so zum Tragen.
Achten
Sie auf fettarme Ernährung mit viel Ballaststoffen wie Gemüse,
Salat, Obst. Empfehlenswert ist Vollwertkost mit reichlich so genannten
verschlüsselten Kohlenhydraten, die langsam verdaut werden
und ein zu frühes erneutes Hungergefühl verhindern. Vollkornprodukte,
italienische Pasta, ungeschälter Reis, Kartoffeln erfüllen
diese Bedingungen. Weißbrot, "Fast Food", deutsche
Nudeln und die meisten Süßspeisen sind dagegen ungünstig.
Gut ist Eiweiß mit wenig oder keinem Fett (z.B. Magerquark,
magerer Fisch oder mageres Fleisch). Verwenden Sie wenig Salz.
Als
Getränk empfiehlt sich ungesüßtes Mineralwasser
oder Tee. 900 - 1300 Kalorien/ 3800 - 5500 Joule pro Tag sind die
richtige Menge zum Abnehmen für Schulkinder und Jugendliche.
Viel
Bewegung ist wichtig! Motivieren Sie Ihr Kind, Sport zu treiben.
Günstig ist Bewegung besonders vor der Mahlzeit.
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